Open Big and Beautiful Data: Gesellschaft und das Spiel der großen Zahlen.

Open Data und Big Data in der digitalen Gesellschaft

Das Internet vergisst nicht, denn die Speicherung von Daten ist seit jeher dessen konstitutiver Bestandteil. Aktuell hat die Diskussion um die datengeleitete Gesellschaft, nicht zuletzt durch die Veröffentlichungen von Edward Snwoden, neu an Fahrt gewonnen. Von einigen Akteuren werden große Datenmengen als das neue Öl bezeichnet, für andere sind sie Mittel hin zu einem transparenteren Staat und wieder andere stellen sich Fragen nach dem veränderten Status der Privatsphäre.
Unter den Stichwörten Open Data und Big Data wird diese Entwicklung in der Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und auch im Privaten kontrovers diskutiert und vorangebracht.

Im Seminar wollen wir gemeinsam mit unseren TeilnehmerInnen diese Entwicklungen genauer verstehen lernen und uns dabei unter anderem die Fragen stellen, wie sich dadurch die Wahrnehmung von der gesellschaftlichen Wirklichkeit verändert. Nachdem wir in einem ersten Seminarabschnitt die sozialen und politischen Implikationen genauer beleuchten wollen, werden wir im weiteren Verlauf einen eigenen Datensatz analysieren und bearbeiten, um im nächsten Schritt eine geeignete Anwendung (Visualisierung oder Applikation) für diesen entwickeln.

Die Auseinandersetzung mit diesem Inhalten soll sich dabei nach der Interessenslage der TeilnehmerInnen richten und bietet zugleich ein Forum für eigene Seminar- und Abschlussarbeiten.

politisch motivierte Straftaten in Berlin

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Barcamp* – Wie organisiert man ein Event nach Open-Source-Prinzipien?

*user-generated unconference – ein kreativer (Frei-)Raum bei dem ad hoc in Open Space & Source-Manier inhaltlicher (und Erfahrungs-) Austausch stattfindet.

Du fragst dich welchen Einfluss digitale Medien auf uns und unsere Organisationsprozesse haben? Wie wir – bedingt durch die beschleunigte und digitalisierte Gesellschaft – nach immer neuen, effizienten, verdichteten Formen des Wissensaustauschs suchen und diese auch finden? Eine solche bietet das BarCamp und hat eben diesen Ursprung. Darüberhinaus wollen wir diese Entwicklungen auf mögliche Parallelen zu Prozessen der Selbstorganisation und des Wissensaustauschs in der Open-Source-Gemeinde hin untersuchen.
Im Seminar werden wir also einige Gesellschaftsentwicklungen identifizieren, kontextualisieren und somit Entstehungsprozessse neuer Organisationsformen nachzeichnen. Im weiteren Verlauf werden wir uns auf die spezielle Form des BarCamps fokussieren, an einem BarCamp teilnehmen (-der Beobachter sein) und zum Ende des Semesters selbst ein BarCamp zu studentischer Lehre organisieren und durchführen.

Das Seminar hat neben seiner offenen Konzeption, in der die Gruppe sich selbst und die Arbeitsprozesse strukturiert damit die inhaltlichen Säulen in der Gesellschaftsdiagnose, in der Open-Source-Bewegung und in der Selbst- und Veranstaltungsorganisation. Mit der Teilnahme an diesem Seminar erwirbst du neben diesen inhaltlichen Kenntnissen praktisch Fähigkeiten im Organisieren, Moderieren und Bewerben einer mittelgroßen Veranstaltung.

Beide Seminare findet im Rahmen eines “tu projects” statt, wird von Studenten organisiert und steht deshalb für eine selbstorganisierte und interessengeleitete Lehre. Interessierte aller Fachrichtungen und Semester sind herzlich Willkommen.

Wir haben dein Interesse geweckt?
Dann melde dich unter info@ini20.de oder komm’ zur gemeinsamen Einführungsveranstaltung am Dienstag, den 15. Oktober von 14 bis 16 Uhr in FH918 (Fraunhoferstr. 33, U Ernst-Reuter-Platz)!