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1. Überblick

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Ich wurde vor einigen Wochen gefragt, ob ich nicht in einem Seminar des Projektverbunds Initiativen 2.0 den Mapping Day mitgestalten wollte. Außer den Stichworten Mapping und Crowdsourcing war mir nichts weiter vorgegeben. Eine erste Skizze des Workshops entstand.

Die Seminare “Forschungslandschaft II : Open Data” und “Tool Studies II : Online Collaboration” schlossen sich daraufhin am Dienstag, den 21. Mai 2013, für diesen Mapping Day zusammen, um den Aspekt der Kartierung geographischer Phänomene aus den zwei Forschungsperspektiven heraus zu beleuchten.

Wir stellten diesen Tag unter das Motto:

 

User Generated Content und zivilgesellschaftliche Selbstorganisation : Web mapping gestützte Bottum-up Graswurzelinitiativen und ihre Auswirkungen auf alltägliche Praktiken

 

Auch wenn das Thema zunächst etwas hochgegriffen erscheint und seine empirische Dichte auf den ersten Blick vage anmutet, lässt sich bereits mit wenigen sachlichen Auseinandersetzungen ein Einstieg finden.

Zunächst gab es eine Einführung in kartographische Kollaborationswerkzeuge, dann wurden ein paar der Nachbarschaft eigenhändig entnommene Daten in Karten gegossen, um anschließend in halboffener Runde eine Auswahl fortführender Forschungsfragen zu Open Data und Online Collaboration anzuschneiden.

Die Hypothese lautet dabei durch Umformulierung unseres Mottos in die Frageform:

Welche Auswirkungen hat der Einsatz von kollektiven Kartierungen in Graswurzelinitiativen auf die alltäglichen Praktiken der zivilgesellschaftlichen Selbstorganisation?

 


 

2. Dokumentation

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Die Veranstaltung sollte von allen Teilnehmer*inn*en mit verschiedenen Medien dokumentiert werden.
Wir verwendeten dazu

  • persönliche, handschriftliche Sitzungsnotizen und
  • ein kollaboratives Protokoll-Dokument.

Die Links dorthin befinden sich am Ende dieses Textes.

 


 

3. zeit- und inhaltliche Blöcke

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Der Tag wurde in drei Blöcke gegliedert, welche der Einführung, Durchführung und Reflexion von Kartierungen gewidmet waren. Abschließend würde eine Diskussion unserer Eingangsthese ermöglicht:

 

 

Im ersten Block stand mehr die sachliche Wissensvermitlung in Form eines Vortrages und kleinerer Gruppenarbeiten im Vordergrund. Die darauffolgende Kartierung in der Nachbarschaft vermittelte einen konkreten Praxisbezug des Erlernten und mündete in einer weniger strukturierten Datensammel- und Diskussionsrunde.

 



3.1.   14 – 16 : data : theoretische und technische Grundlagen

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke

 

Der erste inhaltliche Block data von 14 – 16 Uhr wurde genutzt um die Studierenden begrifflich an das zu Grunde liegende Themenfeld Geographischer Informationssysteme (GIS) heranzuführen und in Brainstormingmanier ins kalte Wasser zu werfen: Kleinere Arbeitsgruppen sollten einzelne der Systeme hinsichtlich oberflächlicher Faktoren untersuchen und sich daraufhin gegenseitig vorstellen.

 

3.1.1. 30 min : Input : grober Einstieg in Online-GIS
3.1.2. 30 min : Arbeitstische : Investigation von Online-GIS
3.1.3. 30 min : Kurzpräsentationen : Vorstellung von Online-GIS

 




3.1.1.   Input : Geographische Informationssysteme

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
14 – 16 : data : theoretische und technische Grundlagen

 

Um sich Geographischen Informationssystemen (Geoinformationssystemen / GIS) anzunähern, lohnt es sich sich selbst in die Perspektive eines Ingenieurs zu versetzen: Auftretende Fragestellungen werden streng sachlich und mit den Mitteln der Naturwissenschaft, in diesem Falle der Computational Sciences, welche unsere Informatik einschließen, bearbeitet und wenn möglich gelöst.
Unwägbarkeiten wird mit den Mitteln der Technologie begegnet.

Demzufolge weisen Systeme zur Datenverarbeitung einen hohen Grad an Strukturierung auf, um komplexe Sachverhalte in von einander abhängigen Datensammlungen abzubilden.

Wo von den 1990er-Jahren bis zum Beginn der 2000er-Jahre monolithische Systeme zum Einsatz kamen, bei welchen Daten-, Abbildungs- und Interaktionsschichten einer Anwendung zur Verarbeitung geographischer Daten auf einer physischen Maschine vereint waren, bieten sich heute bereits zur Lösung einfacher Probleme verteilte Client-Server-Modelle an. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Datenablage und ggf. -verarbeitung auf spezialisierten, über ein Netzwerk erreichbaren Systemen stattfindet.
Die damit einhergehenden sozialen Implikationen werden wir weiter unten in der Diskussion anschneiden.

Eine Darstellung solcher Zusammenhänge findet sich in der Präsentation der Berliner Gartenkarte auf der Cartocon 2014, entnommen der schriftlichen Dokumentation und Studienarbeit:

Nun müssen wir uns ferner vorstellen, dass Daten eines Computermodells hochstrukturiert und für den jeweiligen Anwendungsfall spezialisiert in Form gebracht werden. Für räumliche Datenmodelle bedeutet dies eine Trennung von Raster- (Bild) und Vektordaten (Punke, Linien, Vielecke) sowie nach Zweck.

Eine künstlerische Darstellung zur Veranschaulichung:

Ebenenmodell eines GIS
via Bodenmonitoring Präsentation (drei Mal Pfeil-nach-rechts drücken) via Geoecho

So werden die Daten bei Verwendung einer Client-Server-Architektur wahlweise im Dateisystem oder in einer Datenbank abgelegt und von dort aus schließlich zur Anwenderin befördert. Dieser wird letztlich der Schritt der technischen Datenverwaltung abgenommen, sodass sie sich auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren kann.

Ähnlich dieser Arbeitsteilung versetzten wir die Studierenden in die anwendende Rolle und, nachdem diese Ansätze zumindest angeschnitten wurden, baten sie alsgleich einige ausgewählte GIS mit Onlinefunktionalitäten zu evaluieren.

 




3.1.2.   Arbeitstische : Investigation von Online-GIS

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
14 – 16 : data : theoretische und technische Grundlagen

 

Die Aufgabe war hinreichend einfach gestellt. Drei Plattformen zur Verarbeitung von geographischen Daten (Geodaten) sollten hinsichtlich von

  • Zielgruppe,
  • Darstellungsoptionen und
  • möglichen Inhalten

analysiert werden.
Diese waren

  • Ushahidi,
  • MapBox und
  • Shareabouts.

Was sie vereint ist der Rückgriff auf eine Browserschnittstelle, sodass kein Programm installiert werden muss, und die Verfügbarkeit einer womöglich eingeschränkten, kostenlosen Fassung.
Eine Auflistung weiterer solcher Werkzeuge findet sich in der Recherche zu GFOSS Werkzeugen aus den weiterführenden Links unten.




3.1.3. Kurzpräsentationen : Vorstellung von Online-GIS : examples I

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
14 – 16 : data : theoretische und technische Grundlagen

 

shareabouts

[warum ausgewählt?]

[screenshot portland testpunkt]
+ link http://portlandbikesharestationmap.com/locations/1695

[zus.fas. prot]

ushahidi // crowdmap

[warum ausgewählt?]

[screenshot thailand map]

[zus.fas. prot]

[screenshot crowdmap]

mapbox

mapbox hatte ich ausgewählt, da ich für id22(link) schon einmal damit herumgespielt hatte.

[zus.fas. prot]

diese karte entstand parallel beim warten auf das abschließen der recherchen zu den tools:

 

[mapbox statistik screenshot]

 



3.2.   16 – 18 : content : Kartierung in der Nachbarschaft

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke

 

Werkzeuge :

  • Papier
  • Stift
  • GPS

 

3.2.1. 5 min : Input : der Kartierungsplattform > dotspotting
3.2.2. 60 min : Spaziergänge in der Nachbarschaft
3.2.3. 20 min : Einsammeln und Veröffentlichen der Ergebnisse

 

hier kommen nun das kartierprotokoll aus der linksammlung ins spiel.
ebenso die datensammlung

grob : data + collaboration

 




3.2.1. Input : der Kartierungsplattform > dotspotting

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
16 – 18 : content : Kartierung in der Nachbarschaft

 

[warum gerade diese beispiele für UGC / VGI?]

mundraub : http://mundraub.org/
velogistics : http://www.velogistics.net/de/
leerstandsmelder : http://leerstandsmelder.de/

kritische repräsentationen des öffentlichen raums, die andere nutzungen vorschlagen.
ansatzweise tiefergehende interpretation unter rückgriff auf den nachfolgenden artikel im blog

zusammenhang dieser beispiele:

 




3.2.2. Spaziergänge in der Nachbarschaft

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
16 – 18 : content : Kartierung in der Nachbarschaft

 

[ photos von uns kartierenden spaziergängern? ]

outside in the field : old school tools to get the feeling : point by point
mapping out there
: irgendeine gps app > distributives lernen (problem : selbst lösung finden) : kartierprotokolle ausgeteilt : nach themenfindung gruppen gebildet : losgegangen

 




3.2.3. Einsammeln und Veröffentlichen der Ergebnisse

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
16 – 18 : content : Kartierung in der Nachbarschaft

 

add data to a platform
[meaningful screenshot dotspotting]

gemeinsam google calc tabelle ausfüllen

falsch gesetztes komma : manuelles refining oft angebracht.

kartierprotokolle tlws mit grad minuten sekunden statt dezimalgrad : ähnliches problem wie oben : wandelt das mal um (informatiker)

erster importtest schlug fehl. warum?
dotspotting ist ein amerikanisches system und verwendet eine andere lokalisierung/i18n

datei > tabelleneinstellungen > gebietsschema > vereinigtes königreich
was das macht : dezimaltrennzeichen punkt für ordentlichen, dafür auch nahtlosen und problemfreien upload-import in dotspotting

 

im folgenden die quick’n’dirty erstellten karten:

ini20 kartierung koffein on Dotspotting

eine gruppe machte es sich zur aufgabe, koffeinquellen (mate, kaffee, etc.) auf dem TU campus aufzutreiben.

ini20 kartierung werbung on Dotspotting

[was zeigt die karte?]
hier ist schön der oben erwähnte outlier zu verzeichnen

ini20 kartierung werbung II on Dotspotting

bereinigt

ini20 kartierung bier on Dotspotting

ini20 kartierung mülleimer on Dotspotting

man kann recht einfach sehen, dass sich alle studenten etwa im selben raum bewegt haben. eine gruppe war aber so groß, dass sie sich in drei untergruppen geteilt hatte und dadurch mehr punkte aufnehmen konnte. auch gab es anfangsschwierigkeiten mit der spontanen einrichtung von GPS auf einigen geräten. der mitgebrachte GPS empfänger sah zwar die satelliten, fand aber keinen LOCK.

diese daten könnte man nun in eine vielzahl standardisierter GeoFormate zur weiterverarbeitung in GIS exportieren.

 

testkarte einer freundin (forschungsprojekt aestheticsofcrisis) mit anderem hintergrundlayer (tricks via http://dotspotting.org/about/) veranschaulicht automatische flickr integration

click here for midnight commander style (not visible in embed/iframe) : athens street art on Dotspotting

und die ganzen punkte tauchen auch nicht auf?

 



3.3.   18 – 20 : collaboration : Visualisierung und semantische Abbildung

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke

 

3.3.1. 10 min : Input : Open Data und Selbstorganisation
4. 60 min : Diskussion in offener Runde

 




3.3.1. Input : Open Data und Selbstorganisation

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3. zeit- und inhaltliche Blöcke
3.3. 18 – 20 : collaboration : Visualisierung und semantische Abbildung

 

public space invaders
http://publicspaceinvaders.org/ : blog mit IGC artikel
http://alpha.publicspaceinvaders.org/ : technische demo

gartenkarte
online : http://gartenkarte.de/
print : http://gartenkarte.de/gartenplane/
manuell die daten aus stadtacker.net extrahiert (Excel, csv, shp, geojson)
mehr über den entstehungsprozess bald dort im blog

id22 : PPM : online collaboration + wohnportal + messaging

 


 

4. Diskussion

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3.1.1. Input : Geographische Informationssysteme
3.3. 18 – 20 : collaboration : Visualisierung und semantische Abbildung

 

> café a
kleiner gesprächsabriss : sprudelnde ideen : warnungen : open data perspektiven
schnell beendet

idee : repräsentation von collaborationspraktiken ähnlich github
app
man gibt ein, was man gerade machen möchte und bekommt einen ort/eine initiative, die das anbietet
knowledge !=? action

 

 


 

5. Themen : Ausblick

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zusammenfassender rückgriff auf die anfangsthese : user generated content + civil society self-organization

 

weiterentwicklung : gartenkarte
uMap 0.3.0 // OSM iD editor (mapbox) // #mapboxlight

 

rise up. reclaim the streets. orangotango : allmende kontor. (umap + gartenkarte = multikarte; dotspotting als zwischenschritt statt R für GeoJSON)
mehr in richtung GIS als nur kartenanzeige. grenzen wie immer fließend.

 




data + the beginnings of online collaboration

epistemological & ontological prepositions

vector + raster layers

[ hat zufällig noch jemand ein photo meiner tafelskizze gemacht? ]

5 min : input : kollektives kritisches kartieren > orangotango

10 min : input : datenvisualisierung +

10 min : input : semantic web

nicht gesprochen über

online journalismus
data journalismus
visualisierungen

themen, die es nicht mehr hineingeschafft haben:

orangotango : kollektives kritisches kartieren

data + collaboration outreach
debitoor, contactually, toggl, teamweek, trello, smallest federated wikis, gitlab, …

meaningful representation

Bearbeitung vom 01.06.2013 : Volunteered Geographic Information und Crowdsourcing : Inspirationen von Stamen Design & http://www.geospace.co.uk/ #workinprogress

/// vielleicht für die vielzahl der verlinkten seiten screenshotlinklightboxplugin oder lightboxiframe?
/// kein favicon. auch leerstandsmelder nicht.
/// typographische anführungszeichen (deutsch : gekringelt und unten / oben)

 


 

Links : weiterführende

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karten, die mich beeindruckt haben:

ushahidi thailand crisis map : http://de21.digitalasia.chubu.ac.jp/floodmap/

berliner projekträume : karte + zeitstrahl : schöne karte + simpel gehalten : http://www.projektraeume-berlin.net/interaktivekarte/index.php
https://trello.com/c/pZeUda3Z (26.02.)

amsterdam cohousing : via wohnportal/id22 connecte : http://amsterdam.wikaza.nl/ (19.03.)

neues google maps : http://www.lars-mielke.de/4110/was-bringt-das-neue-google-maps/

a list apart (mapping artikel serie)
http://alistapart.com/article/hack-your-maps #mapbox #leaflet #d3 #geojson #github
http://cognition.happycog.com/article/maps-should-be-crafted-not-plugged-in #leaflet #crowdmap

meine geo twitter liste : https://twitter.com/almereyda/geo

geosemantik rss feed : http://almereyda.de/tinytiny/public.php?op=rss&id=8&is_cat=1&key=ed66a5c9b5892400aed476b22b8be411b047dbbc
diagrammatik rss feed : http://almereyda.de/tinytiny/public.php?op=rss&id=11&is_cat=1&key=d86108448fae6e11ddb356ec3a3e92f505d3fcec

noch andere geosemantikspielereien (timemap, …)
http://geosemantik.de/timemap/

GFOSS (geospatial free and open source software) Werkzeuge : Liste (letzte Aktualisierung 06.03.2013)
http://goo.gl/7Isio

 


 

Links : zum Mapping Day

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2. Dokumentation

 

http://www.ini20.de/2013/05/mapping-day/ < dieser Artikel
http://bit.ly/ini20_mapping_outline < frühe Skizze des Workshopverlaufs
http://bit.ly/ini20_testkarte < MapBox Beispielkarte
http://bit.ly/ini20_kartierprotokoll < einfache Vorlage für ein manuelles Kartierprotokoll
http://bit.ly/ini20_datensammlung < kollaborative Tabelle zum Zusammentragen der Ergebnisse
http://bit.ly/ini20_5_prot < kollaboratives Textdokument als Sitzungsprotokoll

 




Jon Richter am 21 05 2013, 01 06 2013 und 03-04 03 2014 : 14 ~ 18 für den : Projektverbund Initiativen 2.0 TUB

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